Dienstag, 31. Mai 2011

Legoland in der Woche

Ist einfach super! So ein verlängertes Wochenende ist ja ohnehin schon nett, aber wenn man sich dann noch zwei Tage lang amüsiert, ist es noch besser. Hinzu kommt, daß das Legoland außerhalb von Wochenenden und Feiertagen so schön leer ist, daß man nirgends länger als wenige Minuten warten muß. Die Mädels haben begeistert alles ausprobiert, obwohl ich mir bei der Mittleren nicht ganz sicher war, ob es das Pferdekarussell nicht auch getan hätte gg.


Wie schon die letzten Male haben wir dort übernachtet und haben uns dieses Mal ein Zimmer im sogenannten "Kids´ House" gegönnt. Das war ein schönes großes Zimmer mit viel Platz für uns alle, außerdem sehr kinderfreundlich eingerichtet. Es gab zur Freude der Mittleren eine Kinderdusche und ein Kinderwaschbecken und zur Freude der Großen auf dem Klo einen Fernseher... Ich kann mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen, was man dort so lange machen könnte, daß es lohnt, dabei fernzusehen.




Auch der Kleine fand es sehr nett dort. Die meiste Zeit thronte er in seinem Tragesitz und schaute sich um. Schlafen war absolut nicht angesagt, man hätte ja etwas versäumen können. Statt dessen schunkelte er schon beinahe nach der Musik und versuchte nach allem zu haschen, was sich ihm näherte. Essen mit Kind vor der Brust ist jedenfalls nicht so einfach und hätte mich fast meinen Cappuccino gekostet, in den er sich schon fest verkrallt hatte.


Die Mittlere erstaunte mich mit ihrer Furchtlosigkeit und fuhr auch problemlos Achterbahn (was ICH nicht tue...) und machte alles mit, was sie nur durfte. In den Bahnen, in die sie schon alleine rein durfte, fuhr sie höchst
professionell, als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. Wahrscheinlich haben Kinder doch alle von Natur aus ein Gen für solche Dinge.


Es war jedenfalls echt schön, und wir waren heute mittag fast froh, als es anfing zu regnen und wir einen Grund hatten, nachhause zu fahren. Sonst hätten wir wahrscheinlich kein Ende gefunden...




Dienstag, 24. Mai 2011

Einmal Schwarzwald und zurück...


An einem Wochenende, um ein paar Mädels zu treffen, die ich bisher nur virtuell kannte. Klingt vielleicht verrückt, war es auch ein bißchen, aber vor allem war es total schön und sogar ein wenig erholsam trotz der langen Fahrt und der drei Zwerge dabei (auch wenn die Große sich jetzt sehr energisch gegen den Titel "Zwerg" verwahren würde).

Es ging am Freitag schon ganz früh los, zum Glück fahren die ICEs direkt von hier. Die Mädels hüpften vor Aufregung direkt aus dem Bett. Ich muß zugeben, daß mir bei dem Gedanken an die lange Fahrt mit drei Kindern ein wenig mulmig war, aber die drei haben sich richtig gut geführt. Die Große hatte von mir ein neues Hörbuch bekommen und war weitgehend nicht ansprechbar, wenn sie nicht gerade Kaffee holte oder ähnliche Dinge tat. Die Mittlere erläuterte allen Mitreisenden ihre Conni-CDs oder verwickelte sie in anregende Gespräche, und der Kleine kugelte vergnügt durch die Gänge, schäkerte mit jedem, der nicht bei drei auf den Bäumen war, und mopste Zeitschriften aus den Netzen. Zwischendurch schlief er in seinem Wagen. Bis auf wenige Aussetzer war es wirklich ganz ruhig und entspannend mit den dreien, und am Ende der Rückfahrt wurde ich von einer alten Dame gelobt, daß ich das ja alles gut im Griff hätte gg.

Nur eine hektische Situation gab es, als wir in Baden-Baden auf der Rückfahrt in den ICE umsteigen mußten. Wir hatten nur wenige Minuten zum Umsteigen und hetzten über den Bahnhof, natürlich mußten wir einige Treppen hoch und runter. Der ICE stand schon bereit, und ich stellte die Mittlere gleich in den ersten Wagen, als mir plötzlich jemand zu rief, daß das der falsche ICE wäre. Horror, ich sah sie schon davonfahren. Zum Glück war sie vorne stehen geblieben, so daß ich sie gleich wieder rausfischen konnte. Es war dann natürlich doch der richtige Zug. Ich hatte die Mädchen gerade wieder reingestellt, den Kleinen vor dem Bauch und den Kinderwagen in der Hand, als mir der Schaffner sagte, daß ich mit dem Wagen dort nicht rein könnte. Ich neige ja nicht so leicht zum Ausflippen, aber den armen Mann habe ich angeschrieen, was ihm denn einfiele... Zum Glück waren aber von den anderen schon welche bei den Mädchen, und ich ließ mich dann überreden, einen Wagen weiter einzusteigen. Aber ich war froh, daß ich dann ein paar Stunden hatte, um mein Adrenalin wieder runterzubekommen.

Auf der Hinfahrt trafen wir bereits ein paar der Teilnehmerinnen an dem Treffen samt Kindern, alle im Alter der Mittleren. Die freundete sich auch sofort mit einem anderen Mädchen an, und die beiden waren das restliche Wochenende unzertrennlich. Das war so süß, die beiden schienen sich gesucht und gefunden zu haben. Wenn man sie nicht sah, sondern nur reden hörte, konnte man sie kaum auseinander halten, so ähnlich klangen sie.

Der Kleine amüsierte sich ebenfalls gut, wanderte von einem Arm zum anderen und thronte ansonsten in seinem Tragesitz vor meinem Bauch, was ihm ausnehmend gut gefiel. Man merkte aber deutlich, daß er gerne bei den großen Kindern mitgemischt hätte. Nächstes Jahr dann vermutlich. Auch die Große fühlte sich wohl, obwohl sie das älteste der Kinder war und niemand so recht in ihrem Kaliber dort war. Dann mußte sie auch noch auf eine Wanderung mit, was zunächst Entsetzen auslöste. Aber die wunderschöne Landschaft zog sie dann doch in ihren Bann, und sie räumte ein, daß sie sogar gerne noch länger dort geblieben wäre und im übrigen gerne eine Burg besichtigt hätte gg.

Und wir großen Mädchen hatten erst recht unseren Spaß. Es ist erstaunlich, ich hatte sie ja alle noch nie gesehen, wir kennen uns ja nur aus dem Internet, aber trotzdem kamen mir alle vertraut vor. Wir haben ohne Ende gequasselt, und es war einfach nur lustig. Den Kindern schien es ähnlich zu gehen, denn sie spielten alle, als wenn sie sich schon ewig kennen würden.

Ein super Wochenende jedenfalls, und die erste Frage der Mittleren, als sie am Montag aufwachte war, wann wir denn wieder ICE fahren würden. Und ich könnte es mir auch glatt vorstellen.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Eine fertige Anklageschrift

ist in etwa genauso schön wie eine fertige Steuererklärung. Der Unterschied besteht allerdings darin, daß ich bei der Steuererklärung üblicherweise wußte, was hinterher dabei herauskommt, bei der Anklage kann ich das nicht sagen. Es heißt ja nicht umsonst, daß man vor Gericht und auf See in Gottes Hand ist.

Aber es ist schön, einen wirren Sachverhalt in eine bestimmte Form zu bringen, ihn zu durchdringen, ihn sozusagen zu bändigen. Dann liegt alles schön sortiert vor mir, die Beweismittel geordnet, die Zeugen benannt, die Anträge gestellt. Und wenn man Pech hat, geht der Zirkus dann erst richtig los, wenn nämlich die Verteidiger die Anklageschrift bekommen und anfangen, sie zu zerpflücken. Aber das ist eben Teil des Spiels, vielleicht sogar der wichtigste. Ich könnte jedenfalls mal wieder eine schöne Verhandlung gebrauchen.

Die nächste Herausforderung liegt aber erstmal am Wochenende vor mir: ich werde mit meinen drei Kleinen eine Zugfahrt mit dem ICE machen. Ich hoffe, daß wir es alle heil überstehen und ich hinterher noch Nerven habe gg.

Samstag, 14. Mai 2011

Generationenkonflikt

Die Große fragte mich vor einigen Tagen, wann ich denn mein erstes Handy bekommen hätte. Als ich ihr erklärte, daß das etwa mit 25 der Fall gewesen sein dürfte, war sie richtiggehend schockiert. Der Schock steigerte sich noch, als ich hinzufügte, daß es vorher einfach keine Handys gab. Und als es sie dann gab, waren sie schweineteuer. Daß wir relativ frühzeitig eines hatten, lag nur daran, daß Franks Mutter bei einem Handy-Hersteller arbeitete und daher Testgeräte günstig bekommen konnte. Wie wir so eine Zeit ohne bleibende Schäden überlebt haben, leuchtete der Großen allerdings absolut nicht ein...gg.

Es gibt übrigens Personen, die behaupten, ich hätte gesagt, Erziehung bestünde zu 95% aus Nötigung (ich fürchte, darunter fallen unter anderem die von mir unterrichteten Kommissaranwärter..). Zumindest ist es juristisch korrekt Nötigung und nicht Erpressung, wenn ich meinem Kind mitteile, daß es für den Genuß von Süßigkeiten Voraussetzung ist, vorher einen Apfel zu essen oder daß ich nur beim Anziehen helfe, wenn ich nicht vorher lautstark angekreischt werde.

Ich möchte aber ergänzen, daß es noch ein weiteres wichtiges Erziehungsmittel gibt, daß man wohl im Volksmund als Bestechung bezeichnnen würde, was in Wirklichkeit aber wohl eher unter den Begriff "Vorteilsgewährung" fallen muß. Diese Methode kommt z.B. bei einem Friseurbesuch zum Tragen oder auf längeren Autofahrten und stellt sich meistens in der Form der Übergabe kleinerer Leckereien da, um die Kinder zu einem gewünschten Verhalten zu veranlassen.

Jetzt müßte ich noch die unterschiedlichen Prozentsätze für diese beiden Methoden ausrechnen und überlegen, was ich hier eigentlich sonst noch so die ganze Zeit mache. Aber vorher muß ich noch ein paar Dinge verteilen...;-)

Dienstag, 10. Mai 2011

Die bisherige Bilanz

der männerfreien Zeit:

eine leicht gestreßte Mutter
3 neue Haarschnitte
mehrere frisch umgetopfte und getauchte Orchideen (die das bisher noch überlebt haben)
glückliche Meerschweinchen
ein erledigter Hausbesitzer-Zensus
ein reichlich chaotisches Wohnzimmer
gewaltige Wäscheberge (dabei sind wir doch gerade eine Person weniger, versteh ich gar nicht)
lauter frauengeeignete Filme
ein Altverfahren vom Tisch

bisher noch keine größeren Verletzungen oder ähnliches, aber er kommt ja auch erst morgen abend wieder...

Sonntag, 8. Mai 2011

Wie es dann weiterging

Ich weiß ja nicht, woher meine Kinder ihre Hartnäckigkeit (man könnte auch Sturheit) haben, aber ich hoffe mal, daß da nicht nur ich wiederzuerkennen bin. Bis mittags haben wir es jedenfalls alle ausgesessen. Nachdem die Große ihren Streit mit der Mittleren hatte, verdrückte sie sich in ihr Zimmer und ward vorerst nicht mehr gesehen. Die Mittlere ditscherte ein paarmal bei mir an und tat so, als wenn nichts gewesen wäre. Das gefiel mir nun aber überhaupt nicht, so daß ich nicht darauf einging. Schließlich trollte sie sich dann auch in ihr Zimmer, der Kleine schlief, und ich hatte einen einigermaßen ruhigen Vormittag.

Mittags habe ich den Kleinen gefüttert, der dann nach einer Weile, in der er kräftig herumkugelte, wieder einschlief. Ich habe mich zuerst in die Sonne gesetzt, dort war es aber reichlich heiß, so daß ich mich dann auf´s Sofa legte, um auch ein wenig zu schlafen. Da erschienen die Damen dann nach einer Weile beide, offenbar wollte die Mittlere von der Großen was zu essen haben. Auch das ging leider nur mit Streit vonstatten, so daß ich mich schließlich wieder einschaltete und mir beide nacheinander zur Brust nahm. Die Große ließ sich dann immerhin entlocken, daß sie mich nicht für ein Dienstmädchen hält. Die Mittlere war ein wenig kleinlaut, hielt aber leider nicht so lange an...

Die Stimmung war dann noch insgesamt etwas gedrückt heute nachmittag, die Mittlere habe ich früh ins Bett gebracht, weil sie schon wieder anfing, Blödsinn zu machen und ich echt keinen Nerv mehr hatte. Beim Essen ging es schon wieder los, allein die Frage, was es überhaupt geben sollte, führte zu einer umfassenden Diskussion.

Ein beknackter Tag jedenfalls. Ich wäre so gerne zur Landesgartenschau gefahren, hätte dort alles angesehen, gemütlich einen Kaffee getrunken oder ein Eis gegessen. Statt dessen haben wir nun den ganzen Tag hier rumgesessen. Morgen kann ich noch nicht einmal arbeiten, weil Christa in Urlaub ist. Das wäre wenigstens eine gewisse Entspannung. Auch blöd!

Ich möchte jedenfalls Frank raten, mich nicht gleich anzurufen, um mir erzählen zu wollen, wie anstrengend doch sein Kongreß ist. Meine Reaktion könnte ein Schreikrampf sein, den er auch ohne Telefon bis nach London hört.

Muttertag ist super!!!!

Insbesondere, wenn man mit den Kindern ganz alleine ist, das eine ab dem Aufwachen (und das war gegen 6.20 Uhr) nichts anderes zu tun hat, als einen zu ärgern, rumzukreischen und schließlich zu hauen, und das andere findet, daß Mutter = Dienstmädchen ist und gar nicht erst erscheint, obwohl wir eigentlich zeitig zu einem Ausflug aufbrechen wollten.

Ende vom Lied: ich habe mich vor den beiden aufgebaut und angekündigt, daß ich keine Lust mehr hätte und mich heute nur noch um mich und den Kleinen kümmern würde, Ende der Ansage, danach gemütlich alleine gefrühstückt.

Dann ging es natürlich los und war schon beinahe lustig, wie die Mittlere mir in anklagendem Tonfall vorhielt, ich würde sie verhungern lassen... Aber sie haben sich dann gemeinsam was gemacht und gehen mir seitdem weitgehend aus dem Weg, wenn sie sich auch inzwischen schon wieder untereinander gezofft haben. Aber ich erkläre immer nur gebetsmühlenartig meine Unzuständigkeit.

Mal schauen, ich werde weiter berichten. Blöd ist es nur, daß ich hier zwei gegen eine (also mich) habe gg. Der Kleine gibt mir noch nicht so recht Schützenhilfe.