Donnerstag, 17. Juli 2014

Für alle, die ans rosa Einhorn glauben!


Was ich definitiv tue, aber das dürfte ja keine Überraschung sein...;-)

Dienstag, 15. Juli 2014

Über das Glück - Teil 2

Wenn es nun schon Thema ist, und ich freue mich, daß dieser Blog gerade Anlaß zu verschiedenen Diskussionen bietet, ich ja vor nicht allzu langer Zeit ohnehin schon einmal festgestellt habe, daß eine Definition des Glücks erforderlich wäre, und sich bei einigen Personen außerdem die Meinung festzusetzen scheint, daß Glück für mich in in erster Linie materiellen Dingen bestehen würde, habe ich die heutige Nacht zum Grübeln genutzt. Grübeln darüber, was das Glück nun eigentlich ist und wie man es definieren könnte.

Und ich bin zu folgendem Ergebnis gekommen: es gibt keine allgemein gültige Definition des Glücks. Glück ist etwas höchst individuelles, das jeder Mensch so empfindet, wie er es eben empfindet. So kann ich nur dem Leser präsentieren, was ich unter Glück verstehe. Also mal wieder eine Liste (ich mag Listen). Eine Liste, die weder einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt noch eine Reihenfolge aufweist.

Glück ist:
  • in die Augen meiner Kinder zu sehen, ihr Lachen zu hören, zu sehen, wie sie die Welt entdecken und unzählige Fragen darüber stellen, wie sie dem Leben aufgeschlossen und doch kritisch gegenüber stehen. Eine kleine Hand, die sich in meine schiebt, dies alles mit dem Wissen, daß ich das bei Adrian nie erleben werde...
  • Freunde zu haben, mit denen man lachen und weinen kann, die Höhen und Tiefen mit einem teilen und die im richtigen Moment mit einer Flasche Wein vor der Tür stehen oder einen wunderbaren Schokoladenkuchen backen, die mit einem die Wohnung streichen oder Möbel schleppen oder einfach nur da sind (und daher mal auf diesem Wege, Ihr Lieben: Danke, danke, danke, auch wenn ich das nie genug werde sagen können!)
  • ein berührendes Buch zu lesen
  • zu schreiben und die Worte aus sich fließen zu lassen
  • Musik, zu hören, zu spielen, nach ihr zu tanzen, sich in ihr zu verlieren
  • schwimmen. Muskeln gegen seidenweiches Wasser, beinahe Schwerelosigkeit
  • auf einem Pferd zu sitzen, einen Strand entlang zu galoppieren und Wind, Sand und Salz im Gesicht zu spüren, unter sich das Spiel der Muskeln des Pferdes
  • einen Strand entlang zu gehen, die Füße im Wasser, die Taschen voller Muscheln und Steine, die man schon hundertmal gesammelt hat, dieses unglaubliche Geräusch der Wellen
  • der Duft von Cappuccino oder auch nur Geschmäcker, die auf der Zunge zu explodieren scheinen (und hier würde sicherlich auch Sushi ins Spiel kommen)
  • unter einer blühenden Linde zu stehen und einfach nur den Duft in sich aufzunehmen
  • lieben und geliebt zu werden
  • eine Hand zu halten und gehalten zu werden, Nähe und Wärme zu spüren mit dem Gefühl, daß die Zeit stehen bleibt, obwohl sie doch viel schneller als gewöhnlich zu vergehen scheint, Verbundenheit und Vertrautheit zu fühlen, die viele Worte überflüssig machen und einen doch nie genug Worte finden lassen
  • sich zu streiten und zu wissen, daß dies nicht das Ende ist, sondern einfach nur die natürliche Konsequenz der Unterschiedlichkeit zweier Menschen
  • über das Leben zu philosophieren, ohne Sinn und Ziel und ohne ein Ergebnis finden zu wollen, einfach nur weil die Ideen im Kopf rumoren
  • gemeinsam zu schweigen ohne Verlegenheit
  • still dazusitzen und zu spüren, wie das Blut durch die Adern fließt und die unglaubliche Vitalität seines Körpers
  • immer wieder Neues lernen und entdecken zu können und sich daran zu erfreuen
  • Dinge zu tun, die man noch nie zuvor getan hat und von denen man glaubte, sie auch nie tun zu werden
  • von der eigenen Tochter (und noch so einigen anderen) als Freak bezeichnet zu werden ;-)
  • Auch am Ende eines dunklen Tages noch etwas zu finden, wofür man dankbar sein kann
  • in den Spiegel zu schauen, sich zuzulächeln und zu denken "Du bist schon ok, trotz all deiner Fehler und der beklagenswerten Unvollkommenheit, ich mag dich dennoch!" und sich dann beim Gehen eine Kußhand zuzuwerfen
  • Glück ist...hier möge doch der geneigte Leser selbst einmal einsetzen, was Glück für ihn bedeutet...(dies ist schließlich ein lehrreicher Blog, wie ich so gerne betone, wenn ich bessere Computerkenntnisse hätte, könnte ich ihn sogar vielleicht interaktiv gestalten ;-))
Glück ist nicht materiell. Glück ist auch nicht der große Knall, der mein Leben verändert, auch wenn der manchmal erforderlich ist, um wieder Glück spüren zu können. Glück ist nicht das unendliche Paradies der Glückseligkeit und das Ende aller Probleme. Glück ist nicht die dauernde Abwesenheit von Schmerz oder Leid.

Glück hat nichts mit Alter zu tun oder dem, was vorher war. Glück ist nichts, was ich mir verdienen müßte. Glück...ist einfach, wenn ich es zulasse und mich dafür entscheide.

Und für manche ist Glück leider schlichtweg keine Option... 

Heute dann mal aus eigener Kraft philosophiert ;-)

Ich lass ja auch gerne mal andere für mich philosophieren...

















In diesem Fall den schon ein paarmal erwähnten Ron Smothermoon mit seinem Werk "Meisterschaft für jeden Tag".
Und danke ihm einfach mal sehr... 

















Und nen Nachtrag gibt´s auch noch:

 

Sonntag, 13. Juli 2014

100 Dinge (Auszug),...

...die Frau Spock nicht versteht. Nicht auszuschließen, daß das auch vielen anderen Frauen so geht, aber ich möchte mich nicht in Verallgemeinerungen ergehen ;-).
Jedenfalls gibt es zahlreiche Phänomene auf dieser Welt, bei denen so viele Fragen für mich bleiben...Um meine Leser nicht zu überanstrengen, werde ich nur einen Teil davon zum besten geben:
  • Weshalb beginnt es an einem trockenen Tag zu regnen, sobald die Wäsche auf dem Balkon hängt?
  • Wie kann eine frisch geputzte Wohnung innerhalb weniger Stunden wieder wie ein Schlachtfeld aussehen? Und das nur mit zwei Teenagern im Haus...
  • Wie kommt der Sand ins Eierwasser????
  • Männerfreundschaften
  • Männer im allgemeinen, wenn ich es mir recht überlege...
  • die Bedeutung von Sportereignissen auf den Gemütszustand einiger Personen
  • Warum habe ich immer so viele Fragen im Kopf?
Und es gibt noch so vieles mehr...aber für heute soll es genügen, Frau Spocks Dienste als Taxi werden gerade angefordert ;-)

Freitag, 11. Juli 2014

Business as usual oder die Konservierung des Status quo!

Auch heute schon wieder beinahe ein Blog on demand, wenn ich auch einräumen muß, daß ich hier einen gewissen Einfluß genommen habe...jedenfalls wurde an mich -ich würde mal sagen- herangetragen, das Geheimnis zu enthüllen, wie man denn wohl einen Status quo am besten erhalten könnte. Und solchen Wünschen komme ich natürlich immer gerne nach.

Zunächst einmal gilt es dafür, festzustellen, was der Status quo eigentlich ist. Übersetzt heißt es der bestehende Zustand, aber diese Bezeichnung wird den tatsächlichen Gegebenheiten wohl nur in sehr geringem Umfang gerecht. Den meisten Menschen erscheint der Status quo eher als ein Garten Eden, ein Wunderland, ein Paradies der Glückseligkeit, das auf wundersame Weise dazu führt, daß das Leben niemals schlechter werden kann und deshalb, koste es, was es wolle, erhalten werden muß.

Die nächste Frage, die man mit sich selbst klären muß, ist, ob man auch wirklich fest genug entschlossen ist, diesen Status quo zu erhalten und was alles schreckliches passieren könnte, wenn man das nicht tut. Nur bei entsprechender Entschlußkraft wird man in der Lage sein, den Status quo gegen alle Widrigkeiten, die das Leben so aufbringt, verteidigen zu können. Also muß man sich um Gründe kümmern. Das dürfte nicht so schwierig sein, wenn man ein wenig Phantasie aufbringt. Der Blitz könnte zum Beispiel einschlagen. Ein Ziegelstein auf den Kopf fallen. Das Auto kaputtgehen. Das Konto überzogen werden. Der Garten überschwemmen. Alte Gewohnheiten abgeschafft werden. Ich bin sicher, meine geneigten Leser können noch einige der ihrigen Ideen hinzufügen. Im schlimmsten Fall führt es dazu, daß das Leben besser wird. Das aber muß unter allen Umständen vermieden werden, denn wenn das Leben besser wird, besteht schließlich die Gefahr, daß es auch wieder schlechter wird. Und im Zuge einer sozio-ökonomischen Risikominimierung kann das selbstverständlich keinesfalls eine zu versuchende Option sein.

Hat man sich also von der Notwendigkeit der Erhaltung des Status quo in einem Maße überzeugt, das einen unbedingten Willen zur Durchführung hervorgerufen hat, stellt sich also als letztes die Frage, wie ich das erfolgreich erreichen kann. An dieser Stelle kann ich meinen Lesern eine erfreuliche Mitteilung machen: es ist denkbar einfach! Ohne viel Anstrengung kann ich mit voller Wirkung erreichen, daß sich der Status quo nicht verändert, sozusagen unter Einsatz des bewährten Mini-Max-Prinzips. Denn was ich zu diesem Zweck zu tun habe, ist einfach absolut...nichts! Nichts, nichts und nochmal nichts, und das mit voller Überzeugung. Und schon bleibt alles, wie es ist, und ich kann -um hier den Kreis zu schließen- guten Gefühls zum Business as usual übergehen.

Und mal ehrlich: was kann schon besser sein als das sichere Wissen, daß sich niemals etwas verändern wird?

Donnerstag, 10. Juli 2014

Altlasten

Meine heutigen Beschäftigungen passen sehr gut zum Thema "Aufräumen", auch wenn es diesmal endlich wieder im dienstlichen Bereich stattgefunden hat. Aber Ordnung schaffen kann man ja wohl nie genug und überall.

Zunächst einmal bringe ich einen meiner älteren Fälle vom Tisch. Immer erfreulich, eingestellt, weg damit, hoffen, daß es keine Beschwerde gibt. Wir werden sehen...

Danach wird es ungleich spannender, denn es gibt eine Besprechung beim Landgericht. Dort antreten zu müssen, birgt schon jedesmal die gewaltige Spannung, ob sich denn ein Parkplatz finden wird oder nicht...der heutige Fall, um den wir uns kümmern wollen, ist wohl das älteste, was mein Dezernat zu bieten hat und stammt noch von meiner Vor-Vorgängerin. Die Akte ist aus dem Jahr 2004, die Anklageschrift aus dem Jahr 2006, 2012 gab es immerhin den Beschluß über die Eröffnung des Hauptverfahren, mehr ist seitdem nicht passiert, außer daß ich alle 6 Monate hartnäckig eine Sachstandsanfrage beim Landgericht gestellt habe...

Dann aber geht es Schlag auf Schlag. Vor vielleicht zwei Wochen erhalte ich eine Terminsnachricht mit 6 anberaumten Terminen im...November und Dezember. Ok, ein wenig Vorlauf muß wohl sein, Termine schon mal notiert. Wenige Tage später erhalte ich ein weiteres Schreiben vom Landgericht, in dem zum heutigen Gespräch gebeten wird. Aber nicht etwa ich als zuständige Dezernentin, sondern mein Abteilungsleiter, der bereits öfter erwähnte Oberstaatsanwalt Huschig. Den ich gleich darauf ein wenig irritiert aufsuche, um mich zu erkundigen, was er denn wohl mit meinem Fall zu tun habe, und der mir dann erklärt, daß er das alles in die Wege geleitet hätte und den Fall jetzt übernehmen würde. Gut, das dann auch schon zu erfahren, aber ich bin letztlich Beamtin, und die beschweren sich ja wohl nie, wenn ihnen Arbeit abgenommen wird.

Vor zwei Tagen steht Oberstaatsanwalt Huschig dann plötzlich wieder in meinem Büro. Ihm wäre eingefallen, daß er zum Besprechungstermin gar keine Zeit hätte, ob ich das nicht erledigen könnte. Ach nee, das hätten wir auch gleich haben können, aber da ich sonst nichts zu tun habe, mache ich das natürlich. 

Und so kommt es, daß ich mich heute in einem winzigen Richterzimmer wiederfinde, darin die Große Strafkammer in voller Besetzung mit drei Personen, ich, eine Referendarin (die weit mehr nach Staatsanwältin aussieht als ich...) und ein Anwalt unserer Starverteidiger-Riege. Den kenne ich ganz gut, er ist glücklicherweise einer der angenehmeren Zeitgenossen aus dieser Zunft, und der Trick besteht darin, ihn zunächst einmal reden zu lassen, damit er das Gefühl hat, alles, was ihm so auf dem Herzen liegt, loswerden zu können. Und so ist es auch diesmal: wir hören eine längere Geschichte über die Schwierigkeiten, seinen Mandanten zu erreichen, dessen unterschiedliche Krankheiten, eine grobe Einschätzung des Sachverhalts, um schließlich mit der Ansage zu enden, daß wir ja wohl alle hier wären, um das Verfahren möglichst ohne Hauptverhandlung vom Tisch zu bringen (womit er recht hat) und der Frage, wie wir uns da wohl einigen können. Weiterhin die Erklärung, daß sein Mandant auf keinen Fall eine Geldauflage zahlen wolle, aber mit der Ableistung gemeinnütziger Arbeit einverstanden wäre.

Nun, ich habe grundsätzlich absolut nichts gegen gemeinnützige Arbeit, ganz im Gegenteil. Ein Blick auf den Aktendeckel verrät mir jedoch, daß der Kandidat das 70. Lebensjahr bereits überschritten hat, und nach den Ausführungen, die mir gerade über seinen Gesundheitszustand präsentiert wurden, stehe ich dieser Lösung verständlicherweise ein wenig mißtrauisch gegenüber. Aber mir wird versichert, daß das alles wunderbar klappen würde, wenn ich dann nur einverstanden wäre.

Und dann kommt endlich das Basar-Gefühl auf, das ich an solchen Besprechungen so liebe. Der Verteidiger versucht, mich davon zu überzeugen weshalb es möglichst wenig Arbeitsstunden sein sollen, ich ihn, weshalb es möglichst viele sein sollen. Die Richter halten sich dabei wie immer vornehm aus allem raus, während ihre Köpfe ähnlich wie auf dem Tennisplatz hin und herfliegen, um nur ja nichts von der Show zu verpassen.

Letztlich sind wir wohl beide zufrieden. Der Anwalt ruft seinen Mandanten an und bekommt -offenbar zu seinem eigenen Erstaunen- sofort dessen Zustimmung. Als er sich dann allerdings anschickt, eine längere Geschichte von einem gerade erst stattgefundenen spektakulären Prozeß zum besten zu geben, verabschiede ich mich unter einem Vorwand. Ein knurrender Magen sollte ja wohl auch Grund genug sein...der dann seine Belohnung in meinem Lieblings-Restaurant bekommt. Wenn schon mein ältester Schinken endlich gegessen ist ;-).

Freitag, 4. Juli 2014

Aus der Reihe...

..."Blog on demand" muß ich mich jetzt aber ranhalten, denn die liebe N. erwartet schon seit einer Weile dringend einen Bericht von mir. Und es würde mir nie einfallen, ihre Geduld über Gebühr zu strapazieren!

Sie ist nämlich der Ansicht, daß sie und ich momentan einfach nur großartig sind und möchte das entsprechend gewürdigt wissen. Und ganz unrecht hat sie nicht, beide haben wir aufgeräumt, ausgemistet, weggeworfen, Ordnung geschaffen, Altes beseitigt, Überflüssiges vernichtet...soll ich fortfahren ;-)?

Sie -und wenn ich´s mir recht überlege, ich auch- ist jedenfalls der Meinung, daß es gerade nichts passenderes für uns gibt als dies:


Und nein, ich bin immer noch kein Fußball-Fan und hätte Frankreich den Sieg gerade außerordentlich gegönnt...