Sonntag, 30. November 2014

Der Nachtrag zum November

Ja, ja, ich bin in Verzug, um es mal mehr oder weniger juristisch korrekt auszudrücken ;-).

Der November war ein erstaunlich schöner Monat. Nicht nur wettermäßig, auch so insgesamt. Normalerweise schlägt dieser Monat mir immer ein wenig auf´s Gemüt, aber viel Sonne und viele schöne Dinge, die ich mir gegönnt habe, haben dieses Jahr dazu geführt, daß es fast nur helle und erfreuliche Moment gab. Und ein paar peinliche...wenn man ausgerechnet als Vertreterin meines Berufsstandes die Weihnachtsfeier verläßt, ohne zu bezahlen...aber nun ja, vieles läßt sich ja zum Glück noch nachträglich wieder korrigieren.

Jedenfalls freue ich mich jetzt so langsam auf die Weihnachtszeit, in der vieles ganz neu sein wird. Und da ich Veränderungen mag, finde ich das auch vollkommen in Ordnung.

Und heute morgen purzelt mir dann auch noch das hier über den Weg:


In diesem Sinne: weiter geht´s!

Donnerstag, 13. November 2014

Wie praktisch!

Immer wieder wunderbare Dinge, die man so im Netz findet! Und nützlich! Und zeitsparend! Und stets wiederverwendbar!

Denn wenn ab sofort mal wieder jemand der Meinung ist, mir erklären zu müssen, wie unsagbar traurig sein Leben ist und wie unveränderbar traurig es auch weiterhin sein wird (der geneigte Leser erkennt hoffentlich, daß ich hier eine akurate Beschreibung des wunderbaren Wortes "Jammern" entwickelt habe), werde ich zukünftig nur noch dies hier verwenden:


Und mich ansonsten jeden weiteren Kommentares enthalten. Ich sag ja: unglaublich praktisch! Danach hab ich dann wieder Zeit, mich um meine eigenen Angelegenheiten zu kümmern...

Montag, 10. November 2014

Herbstzauber

November soll das sein? Glaubt doch kein Mensch, wenn es so aussieht:






















Nein, das ist nicht mein Hund, nur mal ausgeliehen ;-).

Und was macht Frau Spock sonst so momentan? In einem Anfall von mütterlich- hausfraulichem Wahnsinn Mützen und Schals häkeln. Mit Kind groß, die sich entschlossen hat, Veganerin zu werden, über Sojaprodukte diskutieren. Bißchen arbeiten irgendwie auch. Mich an den Kindern erfreuen. Und an allem möglichen anderem auch. Real life genießen. Das war´s so im Groben ;-)

Montag, 3. November 2014

Schon wieder Verspätung

Ziemlich viel real life, das mich gerade vom häufigeren Bloggen abhält. Nicht, daß ich das negativ finden würde...

Aber Halloween habe ich natürlich in gewohnter Weise eine Kerze entzündet, oder eigentlich drei, wenn ich es mir recht überlege. Und weil ich Feuer in der Nacht so wunderschön finde,


habe ich mir dann mal eins in Großformat gegönnt. Natürlich nicht auf dem Friedhof ;-). Aber ich bin sicher, daß die Kerzen genügend Licht in den Himmel geschickt haben, um den Weg zu ihm zu finden...

Montag, 27. Oktober 2014

Wo er recht hat,...

...hat er recht ;-)


Dann wär das ja geklärt...

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Was mich heute angerührt hat,...

...ist diese Geschichte, die ich einfach mal dem unten stehenden Blog entnehme.

http://lilasumpf.wordpress.com/ 

Tag 1 – Das Ende
Ich ließ ihn dort liegen – er wollte es so … Mein Kleiner hatte aufgegeben … Sich selber, mich und uns … er war… nein, er ist nicht stark genug… Im Spiel muss er es nie sein, im Leben kann er es nicht sein.
Es gab dazu nicht mehr viel zu sagen, also gab ich ihm eine Decke, befreite ihn von allen Fesseln und verließ den Raum. Jede Nähe würde ihn noch unruhiger, noch aggressiver werden lassen… ein verletztes Tier, das nach jeder Hand schnappt. Es machte keinen Sinn mehr, es war sein Wunsch, den ich ausnahmsweise befolgte.

Mit einem Glas Wein ging ich nach draußen, atmete den Duft des Kräutergartens ein und begann nachzudenken. Die Gedankenachterbahn gleichte heute einer 8 … immer wieder kam ich an die gleichen Stellen im Kopf, kamen die immer gleichen Bilder hoch, die immer gleichen Fragen… immer wieder ohne Antwort weiter fahren… Kein Vorwärts, Kein Rückwärts, Kein Ausstieg – Jegliche Energie an dieser Stelle ist verschwendet.

Ich sinniere vor mich hin “Er ist devot, er ist maso … Ist er es wirklich?”
Mir kommt Faust in den Sinn “Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust” – Goethes Worte, Mephisto in diesem Spiel bin wohl ich. Seufzend leere ich mein Glas, der Rotwein schimmert wie Blut am Rande des Glases…. Meines ist ruhig.

Mir wird kalt. Die Decke habe ich über ihn gelegt, mir ist immer wichtig gewesen, daß es ihm gut geht, daß er sich gut fühlt. Bevor ich ins Bett gehe, schaue ich ein letztes Mal nach ihm, sehe ihm beim Schlafen zu … Er sieht friedlich aus … Wenigstens im Schlaf findet er das, was er sucht.

Tag 2 – Meer ist Kraft
Sonnenaufgänge am Meer … Es gibt wenig Beruhigenderes… Verankernd … Egal, wie Steil die Kante ist, ich fühle mich hier sicher, zuhause.
Ich spüre ihn, bevor ich ihn sehen oder hören kann… Seine Unsicherheit umgibt ihn wie ein elektrisch geladener Zaun – Nicht Anfassen – Hochspannung – Tod!!
Es fehlt noch der Totenkopf auf seiner Stirn.
Er schaut mich an, er will etwas sagen – Die Worte fehlen ihm … wie so oft. Er ist es gewohnt, daß andere für ihn reden, für ihn entscheiden. Er versucht mit mir zu sprechen, das Tosen des Meeres verschluckt den Laut – ich kann von den Lippen ablesen, was er mir sagt.
“Verstehst du, dass ich nicht bin, was du in mir siehst?” versucht er, das Geräusch zu übertönen.
“Verstehst du, dass ich als Außenstehender möglicherweise besser erkenne, was gut für dich ist?”
Müde schaue ich ihn an, ich weiß, daß ich viel sagen könnte, vielleicht auch sagen möchte … Weiss schon jetzt, dass alles, was ich sage, bei ihm nicht ankommen wird. Er ist gefangen – in seinem Denken, seinem Leben, seiner Unfähigkeit sich selbst zu akzeptieren. “Das Meer war zu laut” würde er sagen, wenn ich fragen würde, ob er mich verstanden hat.
Also starre ich ihn weiter schweigen an – denke an die anderen Männer in meinem Leben, erkenne ein Muster – treffe eine Entscheidung.
Ich kann ihm nicht helfen, ich kann ihn nicht retten, also muss ich gehen, ihn gehen lassen.
Er wird nicht verstehen, was ich gesehen habe, mir das nicht glauben… Er wird Argumente bringen, dass das nicht sein wahres Ich ist, daß er schlechter ist als das, was ich sehe, wenn ich ihn anschaue. Er könne meine Erwartungen nicht erfüllen, könne mein Verlangen nicht stillen… Ich werde ihn nicht umstimmen, es nicht mal mehr versuchen.
Meine Philosophie ist recht einfach: Nimm’ die Menschen so, wie sie sind, gebe ihnen Halt, wenn sie ihn brauchen … Lass los, wenn sie frei sein wollen … Versuche nicht, jemanden zu ändern, ändere Deine Haltung und akzeptiere … Das Ganze, den ganzen Menschen. Weil ich an das Gute im Menschen glaube … Weil es immer einen Weg gibt … Weil ich erkenne, wenn ich etwas Kostbares in den Händen halte und es bewahren werde… Immer – Schon immer… Für Immer.
“Ich liebte alles an Dir”, denke ich ihm zu, “weil selbst die Ecken und Kanten, weil selbst das vermeintlich “Schlechte”, ein schönes Gesamtbild formen. Weil selbst Deine Fehler etwas Gutes haben – sie machen Dich aus. Love all your perfect imperfections.” Ich möchte ihm zurufen: “Fang’ an Dich selber für das zu akzeptieren, was Du bist” … Die Worte bleiben in meinem Kopf, das Tosen ist zu laut, das Tosen in seinem Kopf wird die Worte verstummen lassen.

“Akzeptiere die Dinge, die Du nicht ändern kannst und ändere die, die veränderbar sind.”

Ich verstehe, was er ist. Die Bandbreite seines Seins ist immens. Er liebt die Schizophrenie seiner Existenz. Er ist eine Medaille – Kopf oder Zahl – schwarz oder weiß – leben oder vegetieren – lachen oder weinen – warm oder kalt – emotional oder rational …. Beide Seiten haben ihre Daseins-Berechtigung… Jede steht für eine Entscheidung. Er trifft keine, er ist die Münze, die immer auf der Kante stehen bleibt. Weder auf die eine noch auf die andere Seite fällt.
Im Gleichgewicht gehalten vom Selbstbetrug.

Als ich mich umdrehe, zurück zum Wagen möchte, ruft er mir hinterher: “Rede dir bitte nicht wieder ein, du wärest nicht liebenswert!“

Ich bleibe stehen. Atme tief ein und wieder aus. Ich drehe mich ein letztes Mal zu ihm um … Ich lächel ihm zu, meine Maske intakt, zurück zum Anfang.
“Jaja” sagt mein Gesichtsausdruck … “Jaja” bedeutet….  Das wissen wir beide.
Er weiß, daß seine Worte mir nichts  bedeuten … Taten sagen mehr als Worte, unsere Taten sind Fakten, sind Grundlagen, sind real – Worte sind geduldig, sind oft falsch, sind manchmal relativ … Sender – Empfänger… An Taten ist wenig misszuverstehen… Ich würde ihm gerne antworten, ihm sagen, daß er sich gerade lächerlich macht…  Der Mann, der Angst vor Liebe und Intimität hat,der eine Lüge lebt, will mir sagen, wie Liebe funktioniert, wie man ehrlich ist und sich selbst akzeptiert, denke ich bei mir, wie niedlich.
Mit einem bitteren Lachen drehe ich mich um und lasse ihn machen, wofür er an den Abgrund gekommen war: Er wird springen.
Ignorance is bliss.
Es wird ihm bald wieder gut gehen. Er wird sich die Augen reiben, sein Tagebuch lesen und sich kneifen. Ein Traum, wird er sich sagen… sich schütteln und seinem geregelten Tagesablauf nachgehen. Gleichförmig, Gerade, Unaufregend…  Das Nest ist warm und heimelig, die Abende auf der Couch werden sein wie alle Abende zuvor, die größte Aufregung wird die Entscheidung für das TV-Programm sein … Action oder Gefühle … Er entscheidet das nicht. Die Fernbedienung hat jemand anderes. Sein Leben wird ferngesteuert. Die Knöpfe drücken andere.
Ab und an wird ihm ein Seufzen entgleiten, in der Stille der Nacht … wenn er die Tür, die knarrt und quietscht, aufmacht zu der anderen Seiten seines Ichs – Kopf oder Zahl, einmal kurz gucken. Spuren hinterlassen in sicherer Entfernung … Sein zweites Ich fütternd… Er kann es nicht leben lassen, kann sich nicht ausleben … Sterben lassen aber auch nicht, zu sehr liebt er sein Leben …  Kopf oder Zahl … Die Frage seines Lebens.
Ich setze mich in mein Auto und fahre nach Hause. Ich sende ihm noch kurz einen Gedanken, hoffend, dass er seinen Weg findet und die richtigen Türen in der Zukunft erkennt und aufmacht.
Ich drehe meine Anlage auf, nehme mein Buch in die Hand, das Koala-Lesezeichen fällt in meine Hand … Lächelnd stecke ich es in den ungelesenen Teil und lese weiter …

Freitag, 17. Oktober 2014

Schon wieder vorbei

Sieben Tage vergehen aber auch unglaublich schnell.

Heute dann also:

Ich bin dankbar für

- einen kleinen Bummel am Vormittag,

- ein paar Menschen, die ihren Weg in mein Leben gefunden haben und offenbar fest entschlossen sind, da auch zu bleiben,

- zu guter Letzt: meine Kinder. Diese wunderbaren, chaotischen, liebevollen Geschöpfe, ohne die ich mir mein Leben absolut nicht mehr vorstellen kann.

Schade, daß es schon vorbei ist, muß ich wieder für mich allein weitermachen. Woran mich ja zum Glück niemand hindert ;-).