Dienstag, 2. April 2013

Irgendwann...

...wenn ich alt und grau bin und die Weisheit des Alters mich eingeholt hat -ich schätze, das wird mit etwa 85 der Fall sein- werde ich einen Ratgeber schreiben, und jeder, der ihn liest, wird aufgrund meiner durch lange Erfahrung gewonnenen Erkenntnisse sofort wissen, wie er sich dem anderen Geschlecht gegenüber zu verhalten hat. Wann er da zu sein, weg zu sein, was zu sagen, nichts zu sagen, anschmiegsam, aufmerksam, abweisend, zurückhaltend oder was auch immer zu sein hat.

Klar, daß das in erster Linie ein Ratgeber für Frauen wird...ich hoffe mal sehr auf Frau H´s Unterstützung bei diesem Projekt!

Aber vielleicht habe ich aufgrund einer weiteren Krankschreibung auch einfach zu viel Zeit ;-)

Sonntag, 31. März 2013

Frohe Ostern!!!!!

Wünsche ich allen, die es gerne hören möchten. Allen anderen wünsche ich das, was sie gerne gewünscht haben möchten ;-).

Und um eine kleine Korrektur eines der vorigen Einträge vorzunehmen: Rotwein schmeckt nicht nur extrem lecker mit dunklen Trüffeln, sondern auch mit Pfefferminz-Schokoladen-Täfelchen...

Samstag, 30. März 2013

Urlaub geht anders

Was der Grund ist, weshalb ich schon wieder hier und in der Lage zu bloggen bin...in letzter Zeit gestaltet sich die Realität irgendwie häufig recht anders als die Planungen.

Der Plan besteht in einer Woche bayrische Alpen, die Realität holt uns auf der Autobahn etwa 50 km vor dem Ziel ein, als Mann, offenbar das Gewicht des Autos überschätzend, an einem Stauende einem anderen Fahrzeug hinten rauffährt, allerdings mit äußerst gemäßigter Geschwindigkeit, leichter Blechschaden. Ich beuge mich vor, um das anzusehen und habe mich schon fast abgeschnallt, als es von hinten einen gewaltigen Knall gibt und ein anderes Auto mit ganz und gar nicht gemäßigter Geschwindigkeit in unserem Kofferraum landet. Gegenstände fliegen um uns herum, die Brille von meiner Nase, und ich glaube, ich habe mich selten in meinem Leben so erschrocken. Durch die Wucht werden insgesamt vier oder fünf Autos ineinander geschoben, mit denen wir jetzt ein wenig ungünstig auf der mittleren Fahrspur herumstehen.

Es gelingt uns aber immerhin, die vorderen Fahrzeuge auf den Seitenstreifen zu bringen, das hinterste ist nur noch halb so lang und nicht mehr zu bewegen. Darin zwei junge Männer, die zwar keine äußeren Verletzungen aufweisen, aber sichtlich geschockt wirken, wie an ihren leicht über kreuz gehenden Blicken zu erkennen ist...irgendwer ruft die Polizei, und in kürzester Zeit bekommen wir das volle Aufgebot: Polizei, Krankenwagen, drei Löschzüge der Feuerwehr und Technisches Hilfswerk. Der Verkehr wird auf die innere Spur umgeleitet, Menschen rennen hin und her...während wir draußen alles mögliche klären, beruhigt Kind groß die beiden Kleinen im Auto mit Süßigkeiten und dem Vorlesen einer Geschichte. Zum Glück finden sie es höchst aufregend, die Feuerwehr von nahem zu sehen, insbesondere als wir dann auch noch gebeten werden, in einem Mannschaftswagen Platz zu nehmen, weil das Auto langsam auskühlt, und sie dort nicht nur den Funkverkehr mithören können (ich fange trotz meines Schreckens an, mir Gedanken über Datenschutz zu machen...) und sie außerdem alle möglichen Schlüsselanhänger mit Feuerwehrfiguren geschenkt bekommen. Aber ich muss wirklich sagen, daß alle Helfer dort unwahrscheinlich freundlich und hilfsbereit sind.

Es dauert alles, meine Knie werden langsam etwas zittrig, als schließlich ein paar Abschleppwagen kommen. Wir haben unser Auto zwar von der Straße bekommen, aber fahren kann man damit nicht mehr. Vorne läuft irgendetwas aus, von dem ich nicht wissen möchte, was es ist, der Kofferraum hat einen seltsamen Winkel und läßt sich nicht mehr schließen. Also aufladen, und der nächste Höhepunkt besteht darin, in einem Abschleppwagen mitfahren zu dürfen. Ich will hier keine Werbung machen, aber die Mitgliedschaft in einem größeren Automobilclub erweist sich als außerordentlich hilfreich. In der Werkstatt angekommen und etliche Telefonate später bekommen wir einen Leihwagen, in den wir allerdings nur knapp reinpassen. Aber egal, erstmal ins Ferienhaus und realisieren, daß wir tatsächlich alle heile Knochen zu haben scheinen...

Am nächsten Tag geht es dann weiter: Kind groß und ich verbringen einige Zeit in der Notaufnahme der Klinik Bad Tölz und werden mit der Diagnose Schleudertrauma und ich außerdem mit einer Krankschreibung für den Rest der Woche wieder entlassen. Kind groß stellt außerdem fest, daß sich einer ihrer Zähne irgendwie seltsam anfühlt, so daß es am nächsten Tag weiter zum Zahnarzt geht, der feststellt, daß zwei Zähne gesplittert sind und gezogen werden müssen. Zum Glück sind es noch Milchzähne...ich verbringe drei Tage mit Kopfschmerzen und dem Gefühl, umzukippen, sobald ich länger als 5 Minuten stehe, auf dem Sofa. Die Kleinen sind gesund und munter und geben sich vor Langeweile größte Mühe, das Ferienhaus zu demolieren...der bestellte Gutachter teilt mit, daß die Reparaturkosten unseres Autos etwa 27.000,- betragen und damit 20.000,- über dem Wert liegen. Nun ja, das dürfte wohl ein eindeutiger Totalschaden sein, wenigstens eine Entscheidung, über die man sich keine näheren Gedanken mehr machen muß.

Jedenfalls ist der Erholungswert der ganzen Angelegenheit recht gering, so daß wir, nachdem wir ein zumindest etwas größeres Auto bekommen haben, zwei Tage frühzeitig die Rückfahrt antreten, ziemlich eingequetscht, aber immerhin ohne weitere Zwischenfälle.
Nun ist erstmal Ostern, danach geht die Lauferei weiter. Noch mehr Arzttermine, ein neues Auto muß her, der Leihwagen weg, und ich könnte jetzt eigentlich gut eine Woche Strand in der Karibik vertragen, da habe ich dann zumindest nicht auch noch Schnee.

Dienstag, 19. März 2013

Hannover brennt!

Nicht im wörtlichen Sinne natürlich. Aber wenn sich fünf Frauen dort für ein Wochenende treffen, hinterlassen sie zumindest ein wenig verbrannte Erde...Einzelheiten unterliegen selbstverständlich der Diskretion. Es möge sich also angesprochen fühlen, wer mag ;-).

Tatsache ist jedenfalls, daß wir an diesem Wochenende ein umfangreiches Kulturprogramm absolviert haben: Zwei Galerien besucht (Wieso gab es da eigentlich keine Bilder?), sich mit der italienischen Tradition beschäftigt (Müssen Pizzen groß wie ein Wagenrad sein?), einen Beitrag zur deutsch-deutschen Annäherung geleistet (Manchmal kann man sogar ostdeutschen Sekt trinken), Sprachbarrieren überwunden (Ja, ich verstehe auch bayrisch), schließlich einen tieferen Einblick in die Farbenlehre gewonnen (Was passiert, wenn man einen Cocktail mit einer Kerze durchleuchtet?) und sogar internationale Kenntnisse erlangt (In eine Margarita gehört Tequila und kein Bacardi) . Dies nur, falls hier jemand auf den Gedanken kommt, wir hätten nichts anderes gemacht, als zu shoppen, gut zu essen, unentwegt zu reden und hin und wieder in wildes Gekicher auszubrechen...

Danke Mädels, es war einfach klasse. Bitte bald wieder!!!!

Donnerstag, 14. März 2013

Der heutige Plan...

 ...heißt Jugendgericht. Das alleine ist schon ein Höhepunkt, weil man dort endlich wieder lernt, an Märchen zu glauben. Gesteigert werden sollte dieser Plan sogar noch durch "Steuerstrafverfahren beim Jugendgericht", und ich hatte mich schon so gefreut. Bei dieser Kombination kommt man nämlich nicht nur in den Genuß der Märchenstunde, sondern darf sich auch noch an einem üblicherweise ziemlich verwirrten Jugendrichter erfreuen, die mit Steuersachen nun einmal nichts am Hut haben und sich nur aufgrund besonders festgelegter Zuständigkeiten in Jugendsachen damit rumärgern müssen.
Ich mache mich also voller Hoffnung auf den Weg, es geht wieder einmal zu dem nördlichsten der Amtsgerichte (es könnte sein, daß ich schon einmal erwähnte, daß es dort keinen Cappuccino gibt...), und freue mich auf eine hoffentlich amüsante Verhandlung...

...fast schon habe ich das Gericht erreicht, als mein Handy klingelt. Normalerweise telefoniere ich natürlich niemals, während ich fahre, aber ein Blick auf das Display verrät mir, daß es ein dienstlicher Anruf ist, und in solchen Fällen mache ich natürlich eine Ausnahme. Und ja, das ist dienstlich: unsere Verwaltungsgeschäftsstelle teilt mir mit, daß sie soeben erfahren hat, daß der Angeklagte krank ist und der Termin aufgehoben wurde. Na toll, bin ich gerade 100 km gefahren und darf die gleich wieder zurückfahren? Ich sitze ja gerne im Auto, aber ein gewisser Sinn darf doch gerne darin bestehen.

Unverichteter Dinge will ich dann aber auch nicht umkehren, und so mache ich einen kurzen Abstecher an den Hafen, wo im Morgen- und Gegenlicht diese wunderschönen Bilder entstehen. Das ist übrigens wirklich Eis hier vorne auf dem Wasser...

Dann mache ich mich auf den Rückweg, strahlender Sonnenschein, und im Büro erwarten mich bereits riesige Stapel von Akten, ich weiß schon, weshalb ich zur Verhandlung wollte, davon einmal abgesehen, daß dieser Termin heute schon zum vierten Mal ausgefallen ist.
Ich bemühe mich, mich durch die Berge zu arbeiten, muß aber zugeben, daß ich irgendwie abgelenkt bin und nicht so richtig viel auf die Reihe bekomme. Die nervigste Anwältin ever fängt auch schon wieder an, mir hinterher zu telefonieren...da hilft nur noch rechtzeitiges fluchtartiges Verlassen des Büros und der Start in das frühzeitige Wochenende, die Stapel werden im Gegensatz zu mir vermutlich nicht aus dem Raum flüchten ;-)

Sonntag, 10. März 2013

Endlich wieder!!!!

Nachdem es mir schon eeeeewig lange her vorkam, gab es jetzt endlich wieder ein Konzert. Noch dazu eines, das in sehr stilvollem Ambiente auf einer Burg in Hessen stattfand.
Das setzte zunächst einmal eine längere gemeinsame Zugfahrt mit der lieben Frau L. voraus, die zum Glück für Konzerte dieser Art immer zu haben ist, ging dann mit einem Treffen des Fanclubs weiter und endete schließlich damit, daß Frau Spock in einem von Frau L. genähten Kilt wieder einmal direkt vor der Bühne herumstand...

Das Konzert war einfach nur klasse, obwohl meine Lieblingsband insgesamt diesmal gar nicht auftrat, sondern zunächst einmal die hier rechts zu sehende mit Namen "Die Lusejungen".



Weiter ging es dann mit der unten zu sehenden Gruppe, die "Limericks", die einfach nur wunderschöne irische Musik gemacht haben, bei denen wir als geübte Konzertgänger kräftig mitmachen konnten, was den Sänger in einiges Erstaunen versetzte...






Dann kam schließlich wenigstens der Sänger besagter Lieblingsband, die hier ja schon öfter einmal erwähnt wurde...er hatte sich allerdings vorgestellt, diesmal ein anderes Programm zu bieten, das er seiner Solo-CD zu entnehmen gedachte. Leider erwies sich ein größerer Teil der Zuschauer als nicht gewillt, dieser Musik vernünftig zu lauschen, sondern redete permanent dazwischen, so daß er sich nicht nur gezwungen sah, sein Programm zu ändern (und ich bewundere diese Flexibiltät unwahrscheinlich), sondern auch der Fanclub eingriff und anfing, ein wenig Stimmung zu verbreiten...ich war jedenfalls ziemlich heiser gesungen hinterher...
Aber es war einfach nur genial!

Nun ja, richtig begeistert war er trotzdem nicht, ich fand es allerdings auch sehr unhöflich von dem Teil des Publikums.

Zur Folge hatte es  dann leider, daß er nicht willens war, an der Aftershow-Party teilzunehmen, bei der sich alle übrigen Musiker noch einmal mit ihren Instrumenten auf der Bühne einfanden und gemeinsam mit uns sangen, was einfach nur witzig war. Langsam wurde ich allerdings immer heiserer.


Ich möchte übrigens anmerken, daß ich trotz Party völlig nüchtern war ;-), da ich mich bereit erklärt hatte, eine Autoladung von der Burg zurück zu den gemieteten Ferienhäusern zu fahren. Ich glaube, ich bin in meinem Leben noch nie in einem solchen Nebel gefahren, und ich habe mehr als einmal befürchtet, gleich im Graben zu landen oder -immerhin war das im Vorharz- gleich samt Auto und Insassen einen Berg hinabzustürzen. Aber wir kamen doch sicher an, es gab noch ein kleines Sit-In, bevor Frau L. und ich uns in unser Etagenbett zurückzogen, sie hatte sich zum Glück bereit erklärt, das obere Bett zu nehmen.

Heute morgen dann noch ein gemütliches Frühstück mit dem Fanclub, dann die nicht ganz kurze Zugfahrt nachhause, die sich noch verlängerte, weil der Zug meinte, ab und zu mal eine kleine Pause einlegen zu müssen.
Und dann kommt man nichtsahnend hier zuhause an und was ist passiert? Es liegt wieder alles voller Schnee! Menno...