Donnerstag, 9. April 2009

Man merkt, daß der Job Spaß macht,

wenn man sich kaum vorstellen kann, in Urlaub zu fahren. Wirklich erstaunlich, daß ich erst gerade mal drei Monate in dem Laden bin, ich fühle mich schon richtig heimisch. Fast tut es mir leid, jetzt eine Woche nicht hinzukönnen, aber das Gefühl wird sich bestimmt schnell geben, wenn ich erstmal unterwegs bin.

Diese Woche war ich sehr fleißig und habe kaum Akten hinterlassen. das ist aber auch gut so, denn vertreten werden während meiner Abwesenheit nur die Eilsachen, so daß ich sicherlich einen großen Stapel vorfinden werde, wenn ich wiederkomme. Aber das macht nichts, ich werde auch das schnell wieder wegarbeiten.

Heute war ich noch einmal in Neumünster zum Haftprüfungstermin, weil einer meiner Kandidaten ja tatsächlich wieder rauswollte. Die Richterin war noch kürzer dabei als ich, nämlich erst seit Anfang März, und sie war vorher auch Anwältin. Wir haben uns ganz gut verstanden, sie war aber auch sehr nett. Es lag natürlich nicht daran, daß sie den guten Mann in Haft gelassen hat, er hat da zwar ordentlich was abgelassen, aber es entpuppte sich auch als viel heiße Luft. Im übrigen wäre er innerhalb kurzer Zeit eh wieder in Haft gegangen, weil noch zwei Bewährungen offen sind, die demnächst hoffentlich widerrufen werden. Der Verteidiger war im übrigen auch sehr nett, aber wahrscheinlich wird sich das bald ändern, wenn er erfährt, daß ich beantragt haben, seinen Antrag, ihn als Pflichtverteidiger zu bestellen, abzulehnen.

Heute haben wir schon kräftig gepackt, morgen geht es einigermaßen früh los, die Große ist schon ordentlich aufgeregt, und auch die Kleine scheint mitzubekommen, daß irgendwas los ist. Ich freue mich auf ein paar ruhige Tage, die können wir alle gut gebrauchen.

Montag, 6. April 2009

Alles überstanden

Nun haben wir das bewußte Wochenende hinter uns. Frank ist habilitiert und mir scheint, er hat es selbst noch nicht so ganz in sich aufgenommen. Aber das ist wohl auch normal, daß es eine Weile dauert.

Am Freitag ging es vormittags mit der Vorlesung los. Wir hatten uns alle ordentlich in Schale geworfen, sogar die Kleine war im rosa Kleid, was wir ihr allerdings nur aufschwatzen konnten, indem wir es ihr als Hose verkauft haben. Der Hörsaal war noch ganz leer, es wurde ein großes Blumengesteck geliefert, das mich ein wenig an eine Beerdigung erinnerte, und so nach und nach tröpfelten auch die Gäste ein. Frank testete seine Technik, die auch erstaunlicherweise während des Vortrags nicht versagte.

Dann ging es los, zuerst mit einer Ansprache der Prodekanin, dann mit Franks Vorlesung, die sogar für Nicht-Physiker einigermaßen verständlich war und mir gut gefallen hat. Die Große saß ganz artig auf ihrem Platz, offenbar durch die Schule schon gut sozialisiert, und verzog keine Miene. Die Kleine wurde von mir auf verschiedenste Weise bestochen: mit Rosinenbrötchen, aus denen sie vor allem die Rosinen rauspulte und den Rest zerkrümelte (wie ich später erfuhr, hatte ihr großer Cousin die ganze Zeit Stielaugen, weil er gerne was abbekommen hätte), mit meinem Schüssel, den sie Frank von Zeit zu Zeit überreichte, während er redete (und wodurch er zeigte, daß er teilweise doch multitasking-fähig ist) und was mir sonst noch so einfiel. Insgesamt klappte es recht gut mit ihr, ich hatte da anderes befürchtet.

Nach der Vorlesung gab es Blumen für mich und die Mädchen, was die Große mit Verzückung und die Kleine mit einem begeisterten Mhmm quittierte. Ich konnte sie aber daran hindern, ihren Blumenstrauß zu essen, und Frank konnte derweil seine Urkunde in Empfang nehmen. Eine lange Schlange von Gratulanten formte sich, danach konnten wir dann endlich zum Buffet schreiten, was sehr erfreulich war.

Den Nachmittag verbrachten wir zuhause, ein bißchen Besuch war da, die Kinder spielten im Garten, schließlich kam die Babysitterin. Abends ging es dann zum nächsten Buffet, diesmal nur für einen kleineren Kreis von etwa 38 Personen. Es war sehr schön, das Essen super, die Gäste sehr nett, und netterweise veranstaltete die freiwillige Feuerwehr im Garten eine Übung, so daß auch die Kinder auf ihre Kosten kamen.

Jetzt ist alles überstanden. Bei uns sieht es immer noch ein wenig wie in einem Blumengeschäft aus, und wir müssen vermutlich den Rest des Jahres keinen Wein mehr einkaufen. Den Rest des Wochenende haben wir so ruhig, wie es dann eben geht, verbracht, zumindest das Wetter war ja sehr schön, aber ein wenig erschöpft sind wir noch. Heute ging es ja auch gleich an die Arbeit, und ich habe bestimmt einen Meter Akten in die Höhe weggearbeitet. Aber dies wird eine kurze Woche, und am Freitag geht es in Urlaub, das können wir alle gut gebrauchen.

Donnerstag, 2. April 2009

Wie man einen Knoten in der Zunge bekommt

Das ist nun aber wirklich mal einfach. Man muß nur eine Anklageschrift verlesen, die 190 Betrugsfälle zum Inhalt hat, die alle etwa so lauten: "Am... bestellte die Angeklagte bei der Firma ... unter Verwendung des Namens ... Waren im Wert von ..." Uff, so ging das über 13 Seiten, zwischendurch mußte ich immer mal überlegen, in welche Zeile ich denn nun eigentlich gerade bin und ob es 144,95 oder 195,44 ist, was ich da lesen soll, aber im großen und ganzen habe ich mich wacker geschlagen und das ganze ohne größere Schnitzer vorgetragen. Richter, Schöffen und Verteidigung waren leicht gelangweilt, ich hatte hinterher ein merkwürdiges Kratzen im Hals. Zu guter Letzt hat die Frau dann auch noch nur eine Bewährungsstrafe bekommen. Hauptgrund dafür war, daß sie ein behindertes Kind hat, das von ihr betreut wird. Soll man so eine Frau wirklich einsperren? In so einem Moment merke ich sehr deutlich den Unterschied zwischen der Akte und dem tatsächlichen Fall, den man vor Gericht erlebt.

Diese Woche war einigermaßen ruhig, es wollte wohl niemand verhaftet werden. Dafür hat einer meiner Kandiaten einen Antrag auf Haftprüfung gestellt, so daß ich nächste Woche wohl schon wieder losdüsen darf, das Untersuchungsgefängnis ist ja nicht hier. Die Begründung für den Antrag auf Haftprüfung besteht übrigens darin, daß jetzt keine Fluchtgefahr mehr bestehen soll, weil der Beschuldigte doch einen festen Wohnsitz hat. Das war ihm bei der Vorführung vor dem Haftrichter nur entfallen. Ich halte das ja ehrlich gesagt nur für mittelmäßig glaubhaft gg.

Seit gestern darf ich nun den Großteil meiner Akten ganz alleine bearbeiten und die Verfügungen selbst unterschreiben. Ich muß zugeben, daß ich am Dienstag schon vorgearbeitet und enen großen Stapel vordatiert habe, der dann erst gestern in den Postausgang ging. Es ist ein schönes Gefühl, und ich fühle mich nicht mehr so als Azubi. Außerdem hört so endlich die Schlepperei auf. Aber ein bißchen mehr nachdenken muß ich jetzt schon. Ich habe vorher vieles auch einfach ausprobiert, in dem Wissen, daß es ja noch kontrolliert wird und nichts passieren kann. Jetzt muß ich mich möglichst vorher absichern, damit es dann auch gleich richtig läuft.

Morgen ist nun der große Tag, und Frank hat seine Habilitations-Feier. Ich werde dann noch berichten.

Donnerstag, 26. März 2009

Endlich weiß ich, was eine Q-Sache ist

Die ganzen letzten Wochen habe ich mich schon gefragt, was eine solche Q-Sache wohl sein kann. Ich hatte es schon öfter im Geschäftsverteilungsplan gelesen, wollte ich mich vor den anderen aber auch nicht als so unwissend outen und habe darum nicht nachgefragt. Heute habe ich nun selbst eine Sonderzuständigkeit für eine Q-Sache bekommen, wenn sich das nicht wichtig anhört. Es heißt, daß ich einen bestimmten Kandidaten zugewiesen bekommen habe, der immerzu wie verrückt Strafanzeigen stellt, die völlig blödsinnig sind. Eine Q-Sache eben, Querulanten-Sache gg.

Heute morgen wurde ich zum Gespräch bei meinem Abteilungsleiter gebeten, und er eröffnete mir, daß ich ab nächsten Mittwoch das kleine Zeichnungsrecht bekommen würde, sofern der Leitende Oberstaatsanwalt zustimmt, was aber wohl nur eine Formsache ist. Ich freue mich sehr, da haben die ganzen Wäschekörbe wohl doch genützt. Wir haben uns dann noch ein wenig allgemein unterhalten, und er ist insgesamt wohl recht zufrieden, meinte, ich könnte noch ein wenig gründlicher werden, aber noch wichtiger wäre es, daß man praktisch ist und Sachen vom Tisch bekommt, und das bin ich wohl. Er meinte. es wäre keineswegs ein Selbstgänger, daß man nach drei Monaten das Zeichnungsrecht bekommt, manche müssen auch länger warten, und es wäre mit die größte Hürde überhaupt. Ab Mittwoch muß ich dann nur noch vorlegen, wenn ich ein Verfahren einstellen will, alles andere nicht mehr, das ist doch wirklich eine Erleichterung. Zum Schluß stellte er noch fest, daß ich doch ganz gut in die Staatsanwaltschaft passen würde, eine frische und offene Art hätte und ja offensichtlich nicht irgendwie kauzig veranlagt wäre. Ich könnte mich vor Lachen über diese Formulierung immer noch wegschmeißen. Er wollte auch noch wissen, wann ich meine Stunden denn aufstocken würde, aber dazu sehe ich mich im Moment überhaupt nicht veranlaßt. Es ist viel zu schön, drei Tage lang Wochenende zu haben.

Ansonsten bin ich ganz froh, daß für mich schon Wochenende ist, denn diese Woche habe ich wie irre gearbeitet. Das lag sicherlich auch daran, daß Frank Urlaub hatte und ich länger bleiben konnte. Neben dem Haftsachen-Streß am Montag habe ich etliche Anklagen geschrieben und ziemlich viele Fälle erledigt, Gerichtsverhandlung war ja auch, und ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so viel telefoniert wie in den letzten Tagen. Heute mußte ich dann schon wieder zum Amtsgericht zu einer Vorführung, weil der nächste meiner Kandidaten verhaftet werden sollte. Nicht, daß unsere Stadt bald leergefegt ist. Zum Glück sind das alles harmlose Fälle, denn ich muß die ja so schnell wie möglich anklagen. Aber jetzt genieße ich erstmal besagtes Wochenende, bald wird es bestimmt auch mit den Bereitschaftsdiensten und solchen Dingen losgehen. Aber spannend war die Woche auf jeden Fall.

Zuhause machen uns gerade die Skalare ein wenig Kummer. Nachdem sie ja neulich gemeinerweise die Neons angeknabbert haben, sind jetzt zwei von ihnen kurz hintereinander gestorben. Die Große war ziemlich traurig, hat sie dann aber mit entsprechendem Blumenschmuck beerdigt. Ich wage nicht daran zu denken, was passiert, wenn man eines der Meerschweinchen nicht mehr ist. Wünschen wir ihnen ein langes Leben.

Dienstag, 24. März 2009

Diese Woche tobt das Leben

Der Montag fing schon gleich spannend an. Ich wollte mich gerade auf den Weg zu meiner Verhandlung machen, als das Telefon klingelte, und die Polizei mir mitteilte, daß einer meiner Spezialisten bei ihnen im Gewahrsam säße und sie gerne einen Haftbefehl hätten. Da konnte ich natürlich nicht so recht behilflich sein und habe den Herrn erstmal an den Bereitschaftsstaatsanwalt verwiesen.

Dann bin ich zu meiner Sitzung gesaust, mein Abteilungsleiter erschien kurz danach ebenfalls im Gerichtssaal. Die Verhandlung war nicht weiter aufregend, das sind Berufungssachen ohnehin selten, und ich habe zum Schluß ein schönes Plädoyer gehalten, das ich mit einem ausgeklügelten Bandwurmsatz beenden wollte, dessen letztes Wort mir dann leider nicht mehr einfiel. Vielleicht sind kürzere Sätze doch ratsamer. Aber das ganze endete jedenfalls weitgehend mit dem, was ich auch beantragt habe. Heute eröffnete mein Abteilungsleiter mir dann, daß das auch alles in Ordnung gewesen wäre und er nichts zu meckern hätte, er hätte sich nur gewundert, weshalb ich so lange plädiert hätte gg. Na ja, nun habe ich das also auch hinter mich gebracht und hoffe auf baldiges Zeichnungsrecht.

Nach dem Mittagessen habe ich den Bereitschaftsstaatsanwalt angerufen, um nachzufragen, was aus der Haftsache geworden ist. Es stellte sich dann heraus, daß letztlich noch gar nichts daraus geworden war, der gute Mann immer noch im Gewahrsam saß, die Polizei noch die Akte hatte und an einen Haftbefehlsantrag bisher nicht zu denken war. Und das alles kurz vor meinem Feierabend, die Schließzeiten von Hort und Krippe vor meinem geistigen Auge. Zum Glück ist mein Abteilungsleiter eingesprungen und hat übernommen, nachdem ich noch zig Telefonate mit Gericht und Polizei geführt habe.

Aber heute morgen ging es dann weiter. Der Haftbefehlsantrag war inzwischen fertig, aber wir brauchten dringend einen Termin zur Vorführung beim Haftrichter, also wieder wie verrückt telefoniert. Zwischendurch besuchte mich dann noch der Polizeibeamte, der das alles in die Wege geleitet hatte, von dem hatte ich inzwischen sogar schon die private Handy-Nr. Mittags war dann die Vorführung beim Haftrichter, der Haftbefehl wurde erlassen, und der Kandidat konnte endlich nach Neumünster gebracht werden, wo hoffentlich seine Entzugserscheinungen angemessen behandelt wurden. Erwähnenswert ist vielleicht noch, daß ich, während ich das alles in die Wege geleitet habe, auch noch zahlreiche Akten bearbeitet und noch mehr Telefonate geführt habe. Heute schien es die gesamte Kieler Polizei auf mich abgesehen zu haben. Erstaunlich, wie so vieles gleichzeitig funktioniert und auch noch leicht von der Hand geht. Adrenalin ist schon eine tolle Sache.

Freitag, 20. März 2009

Freitag

Freitag ist nicht nur der Tag, an dem ich nicht arbeite, es ist auch der Tag, an dem ich meistens auf den Friedhof gehe, insbesondere wenn das Wetter so schön ist wie heute. Dort blüht jetzt schon vieles, und bei Adrian sprießen die Osterglocken. Bald wird es ein gelbes Meer beim ihm sein und kurz danach eines in lila, wenn die Vergißmeinnicht blühen. Und ich bin heute aufgewühlt.

Seit Anfang des Jahres sind allein vier neue Grüber hinzugekommen, es ist schrecklich. Ich kenne die Geschichten nicht, aber ich kann mir vorstellen, wie es den Eltern jetzt geht.

Manchmal frage ich mich, ob ich irgendwann nicht mehr das Gefühl haben werde, mit Adrian einen Teil meines Herzens und meiner Seele verloren zu haben. Aber wahrscheinlich wird es nie vorbei sein. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich ihn nicht vor mir sehe: dieses winzige weiche, aber leblose Baby in meinen Armen, mein kleiner, unglaublich süßer Sohn, der bei uns so willkommen, so erwünscht war. Alles an ihm war perfekt, und noch immer erscheint mir das alles einfach nur sinnlos. Wie soll man es verstehen? Wie soll man jemals eine Antwort auf dieses "Warum" finden?

Dienstag, 17. März 2009

Mein Leben ist zweigeteilt

Heute wurde mir plötzlich deutlich, wie unterschiedlich diese zwei Teile meines Lebens doch sind. Bis heute am frühen Nachmittag habe ich im Büro gesessen. Ich hatte einen Poliszisten zu Besuch und habe dann hinterher einen Antrag auf Erlaß eines Haftbefehls gebastelt, der morgen noch seinen Endschliff bekommen wird. Ich habe meinen Gegenzeichner wieder mit einem Wäschekorb voller Akten erfreut, den ich mir heute aber von den Wachtmeistern habe hochschleppen lassen. Dabei habe ich erfahren, daß er nächsten Montag mit zu einer Sitzung von mir kommt, um zuzuhören, so langsam scheint das alles Form anzunehmen. Zwischendurch habe ich natürlich noch allerlei Akten weggearbeitet und mit zwei Anwälten telefoniert, von denen mir einer unterschwellig mit irgendwas gedroht hat, wenn ich nicht gegen eine von ihm gewünschte Person ermittele. Ich denke, er meinte eine Dienstaufsichtsbeschwerde und war nur mäßig beeindruckt. Das Ermittlungsverfahren gegen den anderen hätte ich wohl ohnehin eingeleitet gg. Der andere Anwalt hingegen versicherte mir, daß ich die erste wäre, von der er mal eine vernünftige Auskunft bekommen hätte. So unterschiedlich kann es werden. Vielleicht ist nicht zu verstehen, weshalb ich an so etwas Spaß habe, aber den habe ich, sehr viel sogar.

Eine Stunde später sitze ich dann hier auf der Treppe mit einem Kleinkind auf dem Schoß und singe "Der Kuckuck und der Esel", zur Zeit das Lieblingslied der Kleinen. Vorher habe ich schon einen Trotzanfall in der Krippe überstanden, der hervorgerufen wurde, weil ich ihr einfach so den Schal und die Mütze abnehmen wollte (und dann auch noch den Schneeanzug ausziehen, aber das kam erst später dran). Nachdem ich das alles hinbekommen und auch noch ein wenig Nahrung in sie hineingebracht habe, haben wir die Große von der Schule abgeholt und sind mit ihr zum Klavierunterricht gefahren. Wieder zuhause hieß es dann auch schon Abendprogramm: Kind groß in die Wanne, Kind klein wollte erstaunlicherweise nichts essen, aber zumindest gerne Zähne putzen, allerlei Bücher anschauen und dann auch bald ins Bett gehen. Während Kind groß vor dem Fernseher Kika sehen durfte, wollte ich meinen Nacken mit einem Kirschkernkissen entspannen, das ich erst einmal in der Mikrowelle abgefackelt habe. Es riecht immer ncoh ein wenig streng nach verkokelten Kirschkernen im Haus. Dann das Gute-Nacht-Kapitel aus dem Buch der Großen, und jetzt kehrt hier so langsam Ruhe ein.

Es ist doch erstaunlich, wie unterschiedlich die Teile eines Lebens sein können. Aber ich möchte nicht einen davon missen, nur so bin ich ganz.