Letztes Wochenende war es dann mal wieder so weit: Die Nachtbereitschaft rief. Was ja an sich meistens eher amüsant ist. Es wird aber wesentlich weniger lustig, wenn einen morgens unerwartet die Hexe schießt, obwohl frau keine heftigere Bewegung gemacht hat, als etwas vom Regal nehmen zu wollen. So kam ich mir dann um etwa 40 Jahre gealtert vor, und jede Bewegung wurde von einem Schmerzlaut begleitet. Besonders hübsch ist das übrigens, wenn man sich nachts schnell umdrehen und nach dem klingelnden Bereitschaftshandy greifen will...
Zumindest blieb es einigermaßen ruhig, und die meisten Anrufe waren tagsüber:
Ein Polizeibeamter, der von dem Beschuldigten gegen das Knie getreten wurde (und darüber extrem entrüstet war, so daß ich schon dachte, daß er statt einer Entscheidung von mir lieber Trost gespendet haben möchte).
Ein Drogendealer, den ich dann mal habe festsetzen lassen.
Ein Betrunkener, Führerscheinloser, der gegen die Mauer einer Schule gefahren ist. Sein Freund war dabei, ebenfalls betrunken, aber zumindest mit Führerschein und berichtete treuherzig, daß den Weg zur Schule hin ER gefahren sei...nun ja, aus Sicht eines Verteidigers sollte es wohl verboten werden, daß Beschuldigte auch nur irgendwas sagen. Seinen Führerschein dürfte er dann auch bald los sein.
Ein paar Blutentnahmen und Drogentests. Mehrere nicht festgestellte Identitäten. Eine Zuständigkeitskrise, die ich zugunsten einer anderen Staatsanwaltschaft entschieden habe ;-). Ein Mann mit einer Stichwunde am Rücken, der sich angeblich in ein Messer gesetzt hat. Was rein anatomisch wohl kaum möglich sein dürfte. Eigentlich schade, daß ich nicht mitbekommen habe, was diese Sache nun in Wirklichkeit war. Und am Sonntag Nacht noch ein Anruf, an dessen Inhalt ich mich tatsächlich nicht mehr erinnern kann. Irgendwas mit Autos und Alkohol wird´s wohl gewesen sein...
Alles mal wieder über die Bühne gebracht. Die Hexe verzieht sich auch so langsam. Bis zum nächsten Mal. Aber bitte nur bis zum nächsten Bereitschaftsdienst, die Hexe kann gerne weg bleiben.
Oder der Nebel des Grauens...oder was auch immer, jedenfalls sieht es ziemlich genial aus ;-).
Und der sieht so aus:
Schnee haben wir leider noch nicht zu bieten.
Nachdem das alte sich sanft davongeschlichen hat.
Oder auch wild mit einer Schlacht:
Na ja, war zum Glück nur Konfetti. Wildes Feuer gab es auch:
Und nachdenkliche Schönheiten:
So etwas tolles hatte ich noch nie beim Bleigießen...was es wohl bedeuten mag.
Und jetzt als Wunsch für alle:
Heute morgen dann den Baum rausgeschmissen, zwei Stunden lang Konfetti gesaugt und dann noch ein wenig dies hier genossen:
Jetzt ist Feierabend, und das Neue Jahr geht los. Möge es ein Gutes sein!
Und er begrüßt mich auf geradezu spektakuläre Weise:
Wenn das kein gutes Zeichen ist.
Wenn frau dann noch auf etwas stößt, das sie schon seit längerem im Kopf hat und das es plötzlich ca 80% günstiger zu bekommen gibt, dann ist das vermutlich ein Zeichen, das es für mich bestimmt ist. Dazu die vielen interessanten und erkenntnisreichen Gedanken, die ich gerade habe. Zumindest Der Abschluß dieses Jahres scheint ganz gut zu sein.
Allen einen guten Start in das Jahr 2016!!!
Ein Art Jahresrückblick...
Aber einfach ist es wirklich nicht. Das vergangene Jahr war ein Jahr der Gegensätze. Es gab unglaublich schöne Momente und Erlebnisse und viele unglaublich schwere und traurige. Dinge, von denen ich sage "Gerne immer und immer wieder" und welche bei denen eher "Wann ist der Film endlich vorbei" die Devise ist. Einiges, was neu ist und mir gut tut, und einiges, was aus der Vergangenheit aufzutauchen scheint, was nicht nötig gewesen wäre. Manches, was ganz einfach und selbstverständlich ist, und dann wieder Berge, die sich vor mir aufzutun scheinen, von denen ich nicht weiß, wie ich sie überwinden soll.
Aber es gibt Liebe auf der Welt, das merke ich immer wieder, und das ist ja wohl das wichtigste. Auch wenn ich ansonsten von diesem Jahr keine einheitliche Bilanz ziehen kann.
Was ich mir für das nächste Jahr wünsche? Mehr Ruhe und Gelassenheit. Gesundheit und Freude. Daß mein Leben wieder mehr Leichtigkeit bekommt. Weiterhin ein so liebevolles Verhältnis zu meinen Kindern. Und daß auch die Liebe in meiner Welt bleibt (das wünsche ich natürlich allen Menschen...).
Über Vorsätze denke ich dann lieber noch gesondert nach...
Eigentlich ist es wohl langsam Zeit für einen Jahresrückblick. Aber ich kann mich nicht recht dazu motivieren. Entweder ist es mir zu kompliziert. Oder ich kann das alles irgendwie nicht so recht greifen. Oder auch nichts konkretes, was ich hier erzählen könnte und was mich trotzdem dauernd beschäftigt.
Also erstmal ein wenig Kleinkram aus dem Leben der Frau Spock.
Zunächst einmal habe ich heute einen interessanten Link gelesen (gibt ja noch andere hübsche Blogs außer meinem ;-)):
https://editionf.com/elternzeit-grosses-glueck
Ich finde es sehr gut, daß sich mal eine Frau traut, öffentlich zu verkünden, daß es in ihrem Leben auch noch anderes als Kinder gibt. Und daß sie trotzdem eine gute Mutter ist. Und daß der Vater ruhig auch mal die Hälfte der Aufgaben übernehmen könnte. Ich konnte es mir nie vorstellen, nur zuhause zu sein, war ich ja auch nie. Und ich finde es schön, daß es anderen Frauen genauso geht und sie ebenfalls solche Wünsche verspüren und ich offenbar doch nicht einfach nur ein unruhiger Geist bin. Was ich vermutlich auch bin ;-).
Dazu gibt es die Rauhnächte. Die mir gestern morgens beim Zähneputzen (sic!) eine ziemlich grandiose Erkenntnis beschert haben. Ich frage mich, warum ich die nicht schon vor vielen Jahren hatte. Ich glaube, mein Leben wäre sehr anders verlaufen. In Teilen sicherlich auch besser. Ob das unter Kleinkram fällt? Immerhin hat es keine direkten Konsequenzen für mein jetziges Leben. Oder doch?
Bevor ich zu wirr werde, beschließe ich diesen Abend wohl doch lieber mit einem Glühwein...