Dies ist ja eigentlich einer meiner üblichen Perspektiven auf das hiesige Wasser. Was natürlich an Tagen mit solchem Wetter einfach nur traumhaft schön ist.
Aber ein Strand kann ja durchaus auch anderen Zwecken dienen. Mittelalter ist morgen, Osterfeuer heute, auch wenn ich leider nicht weiß, welchem Brauchtum das entspringt (alle diesen Blog lesenden Schlauberger sind aber herzlich eingeladen, mich aufzuklären ;-)).
Aber woher auch immer es kommt, es sieht einfach nur wunderschön aus.
Es bietet mir mal wieder die Möglichkeit, interessante Fotos zu machen, falls ich das so sagen darf ;-).
Und schließlich gibt es auch noch einen grandiosen Sonnenuntergang. Was will frau mehr? Also jetzt so rein von den äußeren Umständen her...;-)
...für einige Geschöpfe auf diesem unseren Planeten jedenfalls. Und ganz ehrlich, wünschen wir uns nicht alle irgendwie, einfach nur ein solches Leben führen zu können ;-)?
Ich finde diese Vorstellung äußerst verlockend.
Frau Spock hat sich, wie erkennbar war, aus nicht näher darzulegenden Gründen eine kleine Blogpause gegönnt.
Aber nun geht es mit frischem Elan weiter mit Berichten aus dem Alltag unserer allspannenden Justiz. Da war zum Beispiel ausgerechnet am 1. April eine Durchsuchung, bei der wir zum Erstaunen meiner inzwischen leider wieder an die heiligen Hallen der Universität zurückgekehrten Praktikantin nicht nur als Nazi-Schergen beschimpft wurden, sondern auch noch anhören durften, daß wir doch alle faule Beamte auf Lebenszeit wären, die sich auf Kosten der Steuerzahler ein schönes Leben machten. Ich möchte natürlich nicht übertrieben pingelig erscheinen, aber bisher war ich doch der Meinung, daß ich dem Steuerzahler (gibt´s eigentlich nur einen einzigen?) mehr einbringe, als daß ich ihn koste. Aber nun ja....der Höhepunkt dieser Durchsuchung bestand darin, daß ich nebst Praktikantin bei einer Bank aufschlug, um mir das dortige Schließfach des Beschuldigten anzusehen. Ausnahmsweise und glücklicherweise war ich für solche Zwecke sogar angemessen gekleidet, was dazu führte, daß ich weder meinen Dienstausweis noch den Durchsuchungsbeschluß vorlegen mußte und statt dessen sofort in den Keller zu den Schließfächern gebracht wurde. In meiner Erwartung natürlich Geld, Gold, Schmuck und hoch geheime Papiere. In der Realität gähnende Leere...
Dann gab es noch eine Gerichtsverhandlung, die ich für einen Kollegen übernommen habe, bei der ich allerlei Wissenswertes über die "Vereinigung" der Tinker und Traveller erfahren konnte. Diese geben sich hier als Mitarbeiter englischer oder schottischer Firmen aus, um auf diese Weise etliche Wohnwagen in der Bundesrepublik einfuhrumsatzsteuerfrei zu erwerben. Leider wurde bis zum Schluß nicht geklärt, was man mit etlichen Wohnwagen eigentlich anfängt, aber ich denke, ich werde das tiefere Einsteigen in die Materie meinem Kollegen überlassen.
Und dann gibt es selbstverständlich noch das unglaublich spannende Privatleben der Frau Spock, über das hier weiterhin zu berichten sein wird. Allerdings muß das noch ein wenig warten, denn die Saison beginnt gerade, und das erste Mittelalterfestival findet erst am Sonntag statt...aber die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren ;-).
Ach nee, Fasching war ja schon vor einer Weile. Aber in Köln war ich trotzdem, da gibt es ja auch noch andere Dinge zu sehen.
Den Bahnhof scheine ich jedenfalls inzwischen schon ganz gut zu kennen, und mir werden erstmal die ganzen Gelegenheiten bewußt, zu denen ich dort bereits war. Als nächstes habe ich das Gefühl, quasi im Frühling gelandet zu sein:
Unglaublich, hier ist noch kein einziger Baum grün! In Köln laufe ich den ganzen Tag im T-Shirt rum.
Den Dom gibt´s natürlich auch zu besichtigen. Leider ist er so riesig, daß ich ihn einfach nicht in einem Stück auf´s Bild bekomme.
Details sind da schon einfacher...
Mit Kirche hat es jedenfalls kaum noch zu tun meiner Ansicht nach. Es ist unglaublich voll, Menschen quirlen durch die Gegend. Mönche stehen mit Spendenkästchen herum. Spendenkästchen ohne Mönche stehen herum. Wunderschön ist es allerdings, das muß ich einräumen. Und ich amüsiere mich außerordentlich, weil ein kleines Mädchen sich bei dem Anblick dieses Bodens kaum zurückhalten kann, von einem Kreis in den nächsten zu hüpfen.
Auf der Brücke über den Rhein gibt es das:
Aus der Nähe sieht das so aus. Ein Schloß neben dem anderen, auf denen sich Paare verewigt und an die Brücke gehängt haben. Ich finde das schon berührend! Und ich bin fest entschlossen (was für ein Wortspiel...), nein überzeugt davon, eines Tages hierhin zurückzukehren und ebenfalls ein Schloß anzubringen. Nicht alleine natürlich, aber das war wohl selbsterklärend, oder ;-)?
Vor dem Dom gibt es Musik, wunderbar! Ich bleibe eine ganze Weile...
Und ich hätte noch so viele Bilder...der Rhein in der Sonne, das Schokoladenmuseum (in dem man erschreckend wenig probieren durfte...), aber ich will meine liebe Leserschaft ja nicht überstrapazieren ;-).
Dann noch der Beweis, daß ich wirklich dort war ;-):
...100 Bücher, die frau unbedingt gelesen haben sollte (selbstverständlich dürfen meine männlichen Leser es ebenfalls gerne versuchen...). Eine ganz ernst gemeinte Buchempfehlung jedenfalls: Ron Smothermoon, "Drehbuch für Meisterschaft im Leben" Ich bin noch nicht ganz durch, aber jetzt schon begeistert von dem äußerst witzig und eloquent verfassten Appell, das Leben selbst in die Hand zu nehmen, die Schuld nicht bei anderen zu suchen, sich selbst anzunehmen und letztlich zu erkennen, dass die Wahrheit unveränderlich ist und nur das eigene Erleben beeinflusst werden kann. Ziel ist die Erleuchtung (die allerdings nicht im buddhistischen Sinne zu verstehen ist). Ich freu mich schon auf die Fortsetzung!
Ich habe beschlossen, meine Praktikantin einfach bei mir zu behalten und nicht nächste Woche wieder an die Uni zu entlassen. Nachdem ich hier zwei Monate quasi nichts anderes als Akten zu sehen bekommen habe, gibt es Trubel, seit sie da ist. Davon mal abgesehen, daß sie eine reizende junge Dame ist. Leider ist ihre Zeit bei mir nächste Woche schon wieder um, und ich fürchte insgeheim, daß ich dann wieder in der Langeweile versinken darf.
Weiter ging es also heute an diesem wunderbaren Morgen...auf dem Plan steht wieder einmal "mein" Vielleicht-noch-Steuerberater. Zur einfacheren Erledigung der Sache hatten wir ihm während der Verhandlungspause der letzten zwei Wochen angeboten, das Verfahren einzustellen. Die Steuerschuld war eh nur sehr gering. Und so richtig durchblicken tut er das Ganze ja offenbar nicht.
Aber weit gefehlt, das lehnt er ab. Und er lehnt noch mehr ab, nämlich mich wegen angeblicher Befangenheit, wie mir der Richter heute morgen kurz vor der Verhandlung mitteilt. Meine Premiere! War ich wohl doch ein wenig zu gemein, daß ich ihn, nachdem er mich faul, unfähig und verbrecherisch genannt hat, als starrsinnig tituliert habe... So einfach wie einen Richter wird man einen Staatsanwalt allerdings nicht los, und das Gericht hat da schon mal gar nichts mit zu tun, sondern man muß sich an den Behördenleiter wenden und dort beantragen, mich auswechseln zu lassen. Das kann selbiger Behördenleiter aber nicht innerhalb von 10 Minuten vor der Verhandlung entscheiden.
Also tauche ich im Sitzungssaal auf. Erstaunte Blicke folgen mir. Nach Eröffnung der Verhandlung folgt der übliche Sermon, wer nun alles wann und was Schreckliches gegen ihn verbrochen hätte. Ich werde noch von ihm getadelt, weil ich mir ein Lächeln trotz meiner üblicherweise eisernen Selbstbeherrschung heute doch nicht verkneifen kann. Aber der Richter erklärt ihm, daß dies wohl ein Lächeln der Verzweiflung gewesen sein dürfte, er sei im übrigen auch leicht verzweifelt inzwischen, und schlägt ihm nochmals vor, das Verfahren wegen geringer Schuld einzustellen, weil er der Meinung sei, daß der Angeklagte seine Angelegenheiten nicht mehr vernünftig geregelt bekomme und wohl auch unter Wahnvorstellungen leide.
Ich frage mich, wann wohl der Richter seinen Befangenheitsantrag bekommt, für mich selbst rechne ich im übrigen schon fest mit mindestens einer Dienstaufsichtsbeschwerde oder gar einer Strafanzeige. Aber wieder weit gefehlt. Plötzlich stimmt er zu, erklärt sich bereit, die auf ihn entfallenden Kosten zu zahlen. Wir stellen das Verfahren ein, und der Prozeß ist beendet. Warum nun nicht gleich so?
Nachdem der Angeklagte den Gerichtssaal verlassen hat, werde ich vom Richter mit den Worten "Ich nehme an, Sie bereiten schon den nächsten Verrückten für mich vor" verabschiedet. Endlich kann ich unbefangen lachen. "Ich arbeite dran!" Ein leises Schnaufen begleitet mich nach draußen.
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